Freiheit heißt, alles ändern zu können

… und mutig zu sein!

Die größte Freiheit ist die, sich umentscheiden zu dürfen, sich verändern zu dürfen, Fehler machen zu dürfen und sich neu erfinden zu können. Wir wollen uns weiterentwickeln, wieder mehr zu uns selbst finden, den Kontakt zur Seele herstellen und ausprobieren was zu uns passt. Wir wünschen uns all das loslassen zu können, was gar nicht authentisch wir selbst sind und hinter all den Programmierungen, Fassaden, Glaubenssätzen, Verletzungen unser inneres Kind und uns selbst mit unseren Bedürfnissen erkennen zu können.

Warum ist es gerade so, dass in dieser bewussteren Zeit so viele Menschen und vor allem auch Familien sich danach sehnen zu reisen? War das immer schon so? Nein ich glaube tatsächlich, dass immer mehr Menschen erwachen, sich selbst-bewusst werden und auf dem Weg dahin feststellen, dass sich damit auch ihr Leben verändert. Was gestern noch gut und richtig war, hinterfragen wir am nächsten Tag, was sich letztes Jahr noch stimmig angefühlt hat erfüllt uns nicht mehr, es kommt mir fast ein bisschen vor, wie die Entwicklung auf dem Handymarkt. Noch ehe man das neue Gerät ausgepackt hat, ist es beinahe outdatet. Wir können nicht genug davon kriegen und es gleichzeitig kaum erfassen.

Ich glaube, dass wir im Moment im Höchsttempo Horizonterweiterung betreiben. Frei nach Walt Disney, der sagte: wenn Du es träumen kannst, kann es Realität werden, stellen wir ständig fest, dass sich unser Horizont erweitert, wir weit über den Tellerrand von gestern blicken und damit die Träume und Wünsche für morgen überholt sind. Schneller, höher, weiter – für uns selbst.

Wir spüren unsere eigenen Grenzen, erkennen sie als selbsterbaut und reißen sie ein, begegnen unseren Ängsten, erklären sie für Wegweiser oder nichtig und schauen dabei mehr und mehr zu uns.

In diesem Strudel, dem Kreisel der sich immer schneller dreht finden wir irgendwann das, was stabil ist, was echt ist, was authentisch wir sind: unsere Mitte und unseren Zugang zu uns.

Der Gehirnmuskel für Visionen, für das, was wir für möglich halten wird täglich trainiert, im Zeitalter der Vernetzung steht es uns frei uns inspirieren zu lassen, von wem auch immer wir möchten – per Klick aufs Smartphone. So erhalten wir jeden Tag neue Zielvorgaben dessen, was wir erreichen können, müssen, dürfen… und dürfen dabei nicht vergessen, dass nur unser eigenes Gefühl unser Kompass sein kann in diesem Sturm an Informationen und Veränderung.

Wenn ich zurückblicke, was ich vor einem Jahr noch dachte, oder vor drei Monaten oder vor zwei Wochen… manchmal erkenne ich mich selbst schon kaum mehr darin. Und ich finde es gleichzeitig großartig und es macht mir auch Angst. Wohin soll das führen? Zu mir oder von mir weg?

Gibt es einen Moment, in dem dieses Streben, Drängen, Rennen aufhört? In dem ich wieder zur Ruhe und zu mir komme? Die Sehnsucht nach innerer Stabilität ist in dieser Zeit so groß, wie noch nie, denn wir haben erkannt, dass äußere Konstrukte sie nicht ersetzen können.

Das Reisen ist etwas so Großartiges, was uns auf einzigartige Weise Raum für unsere Prozesse gibt. Dadurch, dass wir im Äußeren die Stabilität und die gewohnten Umgebungen, Muster und damit auch Verhaltensweisen hinter uns lassen erlauben wir uns auch im Inneren Raum und Flexibilität für unsere Themen, es gibt plötzlich kein „so machen wir das immer!“ mehr und das mangelnde Routineverhalten erlaubt uns auch für unsere eigenen Prozesse neue Wege zu beschreiten, andere Dinge auszuprobieren und uns dadurch letztlich neu zu definieren.

Ist es notwendig zu reisen? Innerlich auf jeden Fall, äußerlich nicht unbedingt! Aber ob ich es auch auf andere Weise schaffe mir die für mich notwendigen Freiräume zu schaffen, kann jeder nur selbst sehen. Wirklich frei bin ich tatsächlich aber auch erst, wenn ich auf das äußere Reisen nicht mehr angewiesen bin, oder?

Freiheit heißt für mich nicht, jeden Tag dorthin reisen zu können, wohin ich möchte, kaufen zu können, was mir gefällt oder viel zu besitzen. Freiheit bedeutet für mich alles fühlen zu dürfen, alles denken zu dürfen, alles wieder und wieder neu entdecken zu dürfen und mich dabei jeden Tag neu zu erfinden. Ich möchte gerne flexibel im Kopf sein, mich selbst nicht verurteilen oder bewerten und dadurch frei sein, mein volles Potential und mein wahres Ich, meine Seele, mein inneres Kind und meine Bedürfnisse zu spüren. Ich möchte mich umentscheiden und weiterentwickeln dürfen.

Nichts und niemand kann mir diese Freiheit geben, ich selbst darf sie mir schenken. Ich darf innehalten, tief atmen und mich für den nächsten Schritt entscheiden.

Und ich darf herausfinden, wie mein Leben aussehen darf – für mich und für uns als Familie.

Danke dafür!

 

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Ich danke all den wunderbaren Autorinnen und Autoren, die in den vergangenen 30 Tagen in der Blogparade zum Ausdruck gebracht haben, was für sie befreites Familienleben bedeutet, in welchen Lebensbereichen sie auf ihre eigene wunderbare Art dazu Zugang erhalten haben und wie ihr Weg aussieht.

Ich habe keinerlei Erwartungen gehabt, keine Vorgaben gemacht und fühle mich reich beschenkt, inspiriert, verstanden und angeregt durch all die großartigen Gedankengänge, die in den Gastbeiträgen zum Ausdruck gebracht wurden.

Wir alle gemeinsam haben wundervolles Feedback bekommen und ich danke allen von Herzen, die sich beteiligt haben, als Autor, Leser, Liker oder Sharer oder auch alles davon.

Danke, dass etwas so Bewegendes entstehen durfte und so viele Menschen davon berührt wurden!

 

Alles alles Liebe

Katharina

 

 

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