Meine Himmelskinder haben ihren Platz in unserer Familie

An einem schönen Junimorgen 2010, ich war gerade aufgewacht und erzählte beim Frühstück, das ich so furchtbar komisch geträumt hätte, das ich ganz nass im Bett wachgeworden sei. Da sagte mein Sohn (damals gerade 6 Jahre alt) er hätte heute Nacht gesehen, wie um unser Haus herum mehrere Kinder am Spielen gewesen wären und zu uns hereinkommen wollten. „Ich glaube die sind jetzt in deinem Bauch!“

Ich schaute meinen Mann an und mit einmal herrschte Stille im Raum.

Ich muss erläuternd hinzufügen, dass mein Sohn schon immer sehr intensive Träume hatte, die sehr oft im realen Leben in Erfüllung gingen.

Mein Mann empfand die Aussage auf übertragender Ebene recht interessant und meinte zu mir: „Vielleicht solltest du mal zur Frauenärztin und checken lassen ob das stimmt.“

Ich war in mir zwei geteilt. Einerseits dachte ich, wie jetzt, ich schwanger und warum soll ich das nicht mitbekommen haben. Ich habe doch sonst auch ein sehr gutes Bauchgefühl zu mir und meinem Körper.

Also machte ich einen schnellstmöglichen Termin für den nächsten Tag.  In der folgenden Nacht konnte ich dann mal gar nicht schlafen.

So viele Gedanken schossen in mir und um mich herum.

Mein Sohn war ebenfalls sehr neugierig und wollte unbedingt mit dabei sein, und so standen wir zusammen am nächsten Tag im Untersuchungsraum bei meiner Ärztin. Die Blutwerte zeigten eine positive Schwangerschaft und Sie gratulierte mir erfreut.

Ich war so überwältigt und meine erste Frage war: „In welcher Woche bin ich denn?“

Also genauere Angaben könne sie mir erst nach der Ultraschall Untersuchung geben können.

Als sie anfing merkte ich in ihr so eine Art Beunruhigung. Ich fragte sie: Na? Was ist zu sehen?

Sie drehte daraufhin ihren Monitor zu mir und ich sah drei merkwürdige Bohnen auf dem Bildschirm.

Ich schaute sie an und verstand immer noch nicht so genau, was sie mir damit sagen wollte.

Meine Ärztin schaute mich sanftmütig an, und sprach dann mit verlegener warmer Stimme zu uns: „Herzlichsten Glückwunsch. Sie sind schwanger mit Drillingen.“

Darauf konnte ich erstmal nichts mehr sagen. Der Moment kam mir wie eine Ewigkeit vor. Mein Sohn dagegen freute sich und meinte nur: „Ja habe ich dir doch gesagt! Die wollen zu uns kommen.“

Mir wurde heiß und kalt und irgendwie auch schwindelig, alles im gleichen Moment.

Ich schaute sie an und weiß nur noch das sie mir sagte, „Dann sehen wir uns nächste Woche wieder.“ Sie verließ winkend den Raum während ich noch immer, auf den nun leeren, Monitor blickte.

„Oh mein Gott.“ Nun ja, schwanger sein in der 9. Woche ist ja schon eine durchaus freudige Überraschung, aber mit drei Kindern. Meine innere Stimme sagte: Jetzt bitte mal tief durchatmen.

Also fuhren wir erstmal nach Hause.

Noch bevor ich meinen Mund zu Hause überhaupt aufmachen konnte, posaunte mein Sohn schon lauthals durchs gesamte Haus das er bald drei Geschwisterchen bekäme und er hoffe das alles Mädchen würden.

Mein Mann schaute mich an und ich schaute ihn an – ohne Worte nahmen wir uns in die Arme und hielten uns erstmal gaaaanz fest.

 „Was auch immer kommt, das schaffen wir zusammen.“ sagte er mir dann nach einiger weile ins Ohr

 

Ich schaute ihn an und nickte mit dem Kopf.

 

In den nächsten Tagen befasste ich mich intensivstes über eine Drillingsschwangerschaft und schaute mir Drillingsmütter im Internet an. Ich wollte sie unbedingt anschreiben und mit ihnen sprechen.

Ich spürte, dass es mir gerade in dem Moment wichtig war alles darüber zu erfahren.

Mein Verstand drehte seinen eigenen Film und meine Seele sprach aus der Tiefe: Alles ist gut, Dani.

Ich war die ersten Tage so unsagbar durcheinander mit mir und meine Körper und Überhaupt. “Jetzt bin ich schon in der 9+ Woche und alles wird sich von Woche zu Woche verändern. Oh man oh Mann. Das Haus ist zu klein -jetzt schon und das Auto sowieso. Nix passte hier mehr. Es sind ja auch drei Kinder von einmal.“

Nach drei Tagen kehrte Ruhe in mir ein. Es kamen zum ersten Mal die Glücksgefühle, die die jede Mutter kennt, wenn sie sich freut auf ihr Kind. Der Serotinspiegel war so hoch, dass ich mich wie in einer Trance fühlte. Alles ist gut, hörte ich mir selbst sagen.

Ich bin die Schöpferin, und ja, ich werde gebären. Diese tolle Energie spürte ich in mir und sie umhüllte meinen Raum.

 

 Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa ich bin Schwanger.

In der folgenden Woche hatte ich ja wieder einen Termin bei der Frauenärztin, und Ich freute mich doch sehr darauf meine drei kleinen Bohnen wieder zu sehen. Jedoch schlief ich in der Nacht vor meinem Untersuchungstermin wieder holt recht unruhig und hatte auch wieder so wilde Träume.

Am Morgen beim gemeinsamen Frühstück erzählte ich von meinem wilden Traum.

Mein Sohn stand plötzlich auf  und  meinte: „Also ich freue mich auf meine Schwester!“ und verließ den Raum.

Mein Mann und ich schauten uns an und ja „Wir freuen uns auch auf unsere Kinder.“

 

Noch ahnte ich nicht, das dieser Satz von meinem Sohn, kein Versprecher sein würde.

Mittags bei der Ärztin überrollte mich dann die Wahrheit. Anstelle der Drillinge, war nur noch ein gesundes „Kind“ zu sehen. Ich schaute den Monitor an und konnte es nicht begreifen: „Wo sind den die beiden Anderen hin?? fragte ich verständnislos meine Ärztin. Meine Hoffnung war, dass sie sich gerade irgendwo versteckten und deshalb nicht sichtbar waren.

Doch die Antwort veränderte mein ganzes Leben. „Sie werden nur ein Kind auf die Welt bringen.“

Die beiden sind abgegangen und haben ihren Körper verlassen.

Waaaas? Wie denn?  Wie geht das? Und ohne das ich da was gemerkt habe? Ohne was auch immer? Noch nicht mal ein Tschüss??????

Ich verließ die Praxis heulend und setze mich ins Auto. Nein, in dem Moment war an Auto fahren nicht mal zu denken. Ich konnte nicht fahren, mein ganzer Körper zitterte und ich konnte gerade nichts machen, Außer zu Atmen und dem Berg von Traurigkeit Raum geben.

Nach einer gewissen Zeit kehrte wieder eine gewisse Ruhe in mir ein. Ich war jedoch immer noch versteinert und sprachlos.

 

„Wieviel Schuldgefühl kann eine Mutter auf sich nehmen? Wieviel Schmerz kann sie verkraften?“

„Es wird nie mehr so sein wie es war. Bis letzte Woche hatte mein Herz Raum für meinen Sohn. Doch ab dem Moment, ab dem ich wusste das ich Drilling habe, schlug mein Herz für vier Kinder.“ schoss es durch meinen Kopf und Körper

Zwei Erdenkinder und zwei Himmelskinder.

Ich bin die Mama von Himmel und von Erde.

Für mich gibt es keine Vergangenheit, für mich gibt es die Liebe, die für alle meine vier Kinder da ist.

Die weitere Schwangerschaft verlief dementsprechend wunderbar. Da ich so viel Energie und Heilung von meiner Tochter bekam. Sie kam gesund und munter, und überaus natürlich im Geburtshaus zu uns.

Ich habe mich seit diesem Erlebnis viel mit dem Tod beschäftigt und habe eine sehr klare Verbindung mit meinen Himmelskindern. Sie haben mir gezeigt zu fliegen, zu lieben und loszulassen.

Mein inneres Zuhause habe ich dabei wiederentdeckt und in diesem sind meine beiden Erdenkinder so wie meine beiden Himmelskinder herzlich eingeladen, um zum Spielen vorbei zu kommen.

Wenn wir alle mal das ganze zur Seite schieben, ist es doch so: dass wir auf Erden sehr oft vergessen, das auch wir Engel sind, nur halt eben mit Unsichtbaren Flügeln.

Ich bin so dankbar für diese Erfahrung und die daraus resultierende Erkenntnis:

„Liebe kann niemand festhalten. Sie ist da und fließt, für alle und alles.“

Meine Tochter Malina ist ein sehr glückliches und fröhliches Kind. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, das sie ihre Himmelsgeschwister besuchen und sie mit ihnen spielt. Sie erzählt mir dann abends was sie alles gespielt haben.

 

Alles alles Liebe, 

 

Deine Danijela Otovic

 

Danijela Otovic ist Mutter und Leiterin einer Kindertagesstätte, außerdem online- und offline-Unternehmerin und Veranstalterin des Mamaheldin-Kongresses der gerade aktuell in der 2. Edition läuft. Hier kannst Du Dich anmelden und noch schnell dabeisein. 

Sie coacht und begleitet Mütter dabei ihren Weg des Mamaseins zu finden und eine authentische Mamaheldin zu werden. Weitere Informationen über ihr Wirken findest Du hier.

 

 

Heute, am Mittwoch den 17.5. findet im Rahmen des Kongresses mit Danijela Otovic und Manuela Schillinger-Gabriel, die 4 Sternenkinder und 4 Erdenkinder hat, ein Live-Event-Webinar statt, bei dem sie sich intensiv zum Thema: „Sternenkinder & Himmelskinder dürfen ihren Platz in der Familie haben“ mit ihr und Euch austauschen will!

Hier kannst Du Dich anmelden:

 

Danke für diesen berührenden Artikel im Rahmen der Blogparade!

Blogparade

1 Kommentar

  1. Karin

    Wunderschöne Zeilen, liebe Daniela! Ich habe auch 5 Himmelskinder und konnte alles, was du beschreibst mitfühlen. Mir sagte einmal eine sehr weise Frau, als ich schwer krank war und dachte, vielleicht sterben zu müssen: “ Da wo du dann hingehst warten deine 5 Kinder auf dich!“ und seitdem habe ich keine Angst mehr vor dem Tod:-) Alles Liebe für euch. Karin

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