Familienleben leicht gemacht

Kennst du diese Tage, an denen du dich ausgepowert und müde fühlst? Vielleicht auch genervt, gereizt und gestresst? Alles ist zu viel und wächst dir über den Kopf? Du fühlst dich eingezwängt in deinem Alltag und kontrolliert von deinen To-do-Listen?

Unserer Erfahrung nach lohnt es sich gerade an solchen Tagen genau hinzuschauen und uns daran zu erinnern, was uns guttut. Was macht uns leichter und befreiter? Wie können wir einander (wieder) genießen und gemeinsam entspannt leben?

Wir haben zwei kleine Kinder. Mit zwei kleinen Kindern ist das Leben anstrengend, das wissen alle. Sogar die Freunde ohne Kinder. Aber ist es wirklich so, dass Kinder unser Leben anstrengend machen?

Kinder machen unser Leben bunt, quirlig und unberechenbar, ja. Und ja, das passt oft nicht so richtig in unseren durchgetakteten Alltag. Aber sind sie deswegen anstrengend? Oder ist es vielmehr unser Alltag, der oft anstrengend ist? War er das vielleicht auf andere Art und Weise schon vor den Kindern?

Gerade weil wir Kinder haben, ist es uns wichtig, unseren Alltag immer wieder entspannt zu erleben. Frei zu sein von Zwängen, um immer wieder einander genießen zu können.

In diesem Artikel beschreiben wir unsere persönlichen Strategien für ein befreites Familienleben und teilen 12 ganz konkrete Alltagstipps mit dir.

Entschleunigen – ja, aber wie?
Morgens schnell mit dem Auto in die Garage fahren, auf dem Heimweg einkaufen und bei der Freundin vorbeischauen. Ein kurzes Mittagessen vorbereiten, schnell gemeinsam essen. Für die Mittagspause reicht es nicht mehr, weil schon der Besuch kommt und vorher noch die Wohnung aufgeräumt werden will. Dazwischen muss unbedingt noch ein wichtiger Anruf erledigt werden.
Kennst du solche durchgetakteten Tage? Wir merken es manchmal gar nicht, dass wir uns viel zu viel vorgenommen haben.

Das sind Tage, an denen die schlechte Laune quasi vorprogrammiert ist. Wir beobachten immer wieder, dass für uns ganz alltägliche Dinge wie Auto fahren und Einkaufen für die Kinder anstrengend sind – und dass diese die Kinder anstrengend machen. Wir gönnen uns deswegen regelmäßig Tage, an denen wir nur Zuhause sind. Ganz ohne Besuch und ohne zusätzliches Programm. Einfach nur wir, die Hausarbeit und das Spielen.

 

DSC_4778Auftanken, kuscheln, sein
Wenn wir merken, dass die Kinder anstrengend werden, weinerlich sind und fordernd, dann wissen wir, dass sie wahrscheinlich dringend Mama- und Papazeit brauchen. Einfach Zeit mit uns. Zeit zum Sein, Kuscheln und Quatschen. Uns geht es als Familie besser, wenn wir viel Zeit miteinander verbringen. Gerade dann, wenn die Kinder zu viel weg sind, wird es herausfordernd.

 

Frei Spielen
Oft wächst aus dieser Mama- und Papazeit dann eine intensive Spielzeit. Dafür planen wir bewusst viel Freiraum ein. Mit „spielen“ meinen wir wirklich das freie Spielen. Ganz ohne Ergebnisabsicht von uns Erwachsenen. Das sind dann häufig Zeiten, in denen wir im Haushalt oder Garten arbeiten. Die Kinder brauchen oft nur unsere Anwesenheit und die Einladung, in unserer Nähe zu sein.

 

Dem Kind und seiner Entwicklung vertrauen
So einfach das klingt, so ist es doch nicht immer leicht. Schon ein Baby kommt mit vielen Kompetenzen zur Welt. Es weiß intuitiv, wo es sicher ist – nämlich im Körperkontakt einer fürsorglichen erwachsenen Person – und kann sich dort entspannen. Schon das Neugeborene „weiß“ im Normalfall, wann und wie viel es trinken muss, um gut versorgt zu sein.

Ein Kind hat immer seinen ganz persönlichen Zeitpunkt für einen Entwicklungsschritt. Wir brauchen nicht zu stoßen und nicht zu schieben – das nimmt uns Eltern eine große Last von den Schultern.

 

Draußen sein
Wir sind gerne oft und ausgiebig draußen. Draußen bekommen wir die Bewegung, das Tageslicht und die frische Luft, die wir brauchen und auch unsere Seele kann durchatmen. Meistens meiden wir überfüllte Spielplätze und sind lieber in der Natur. Am Bach oder Fluss, im Wald oder im Garten. Erde, Steine, Blüten, Blätter, noch ein Seil und ein paar Behälter und schon sind die Kinder beschäftigt. Das ist für uns das Beste, um aus einer Krise rauszukommen oder um gemeinsam in den Tag hineinzuleben.

 

Weniger Zeug
Ja, so einfach ist es! Mit weniger Zeug lebt es sich freier. Wir setzen auf lange haltbare und wenn möglich multifunktionale Sachen und misten, wenn uns alles zu viel wird, immer wieder sehr großzügig aus. Das ist sehr befreiend!

 

Von gesellschaftlichen Erwartungen befreien
Es gab eine Zeit, da fanden wir es anstrengend, dass wir in einigen Bereichen so aus der Reihe tanzen. Inzwischen sind wir uns der Reihe oft nicht mehr bewusst. So ist es für uns leichter geworden, unseren eigenen Weg zu suchen und zu finden.

 

DSC_4697Liebe Wegbegleiter
Es ist aber nicht so, dass wir isoliert leben möchten. Wir schätzen es sehr, Freunde zu haben, mit denen wir uns austauschen und Zeit verbringen können. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Natur es vorgesehen hat, dass wir Menschen einander unterstützen. Ganz besonders in der Zeit mit einem kleinen Baby, aber auch sonst im Familienalltag. Gemeinsam ist es so viel leichter.

Ein ganz besonderer Schatz sind für uns andere Familien, deren Kinder nicht im gleichen Alter sind wie unsere Mädchen. Es ist so entspannt, wenn die größeren Kinder unsere kleinen mit auf Entdeckungstour nehmen und andersrum gibt es für die beiden nichts Größeres, als wenn wir Besuch von einem Baby bekommen, welches sie bestaunen, beobachten und verwöhnen dürfen.

 

Nicht perfekt und nicht aufgeräumt
Besuch, auch wenn die Wohnung unordentlich ist? Das fällt uns manchmal sehr schwer. Wir sind dabei es zu lernen, weil uns die Freunde einfach wichtiger sind als die perfekte Wohnung. Der gemeinsame Nachmittag ist trotz unaufgeräumter Wohnung schön und meistens sind wir ja sowieso mit dem Besuch draußen.

 

Weinen – Zeit für Gefühle
Was weinen mit Entspannung zu tun hat? Ganz viel! Die Gefühle, die sich angestaut haben, müssen irgendwo wieder raus. Das kann beim Toben, Lachen oder eben auch beim Weinen sein. Es tut unseren Kindern so gut, wenn sie sich bei einem liebevollen Menschen ausweinen können. Die Entspannung lässt dann nicht lange auf sich warten und auch für die Freude hat es wieder Platz.

 

Langfristige Lösungen
Wir setzen auf langfristige Lösungen. Die wirken auf den ersten Blick jedoch oft anstrengend(er). Ein Baby nach Bedarf stillen? Das passt so gar nicht in einen durchgetakteten Alltag. Wenn du weißt, wie oft die Minibabys am Anfang trinken wollen, wirst du mir Recht geben. Und dann das Baby noch abhalten? Da wird man ja nie fertig! Das Kleinkind liebevoll durch die Nacht begleiten? Es tragen, obwohl es doch schon selber laufen könnte?

Wir tun es. Es tut den Kindern gut und kommt nicht zuletzt auch uns Eltern zugute. Es scheint uns einfach logisch, die Bedürfnisse möglichst dann zu befriedigen, wenn sie da sind und sie nicht auf später zu verschieben.

Für uns alle ist es entspannter, wenn wir den Kindern dort, wo wir ein Bedürfnis voraussehen können, zuvorkommen. Wenn wir ihnen unsere Fürsorge von uns aus großzügig anbieten, brauchen sie nicht mehr zu fordern und können sich entspannen. Auch mal warten zu können, nachts entspannt zu schlafen und selber zu laufen können sie so in ihrem Tempo und aus sich heraus entwickeln.

 

Jeden Tag ein bisschen
Hier mal einen Termin auslassen, um in Ruhe spielen zu können, da eine halbe Stunde extra kuscheln oder mir bewusst Zeit nehmen, um mein Kind in Ruhe trauern zu lassen – wenn wir uns jeden Tag ein bisschen um die Oasen kümmern, wird unser Familienleben spürbar leichter und freier.

Obwohl uns das alles wichtig ist, nimmt auch bei uns im Trubel des Alltags manchmal die Hektik überhand. Zum Glück aber haben wir Kinder! Mit ihrem Verhalten spiegeln sie uns umgehend, wenn unser Alltag zu eilig und zu fremdbestimmt ist und wir haben an jedem Tag erneut die Möglichkeit, direkt etwas zu ändern.

Genau genommen machen so die Kinder unseren Alltag sogar ruhiger und freier. Wir müssen nur auf ihre feinen Zeichen achten und nicht unsere Kinder ändern wollen, sondern das Tagesprogramm unserer Familie anpassen.

 

Jetzt bist du dran und darfst deine Gedanken in die Tasten hauen! Erlebst du den Alltag mit Kindern als stressig? Was tut euch als Familie gut, um freier und entspannter zu leben?

Wir freuen uns, von dir zu lesen.

Falls du gerne mehr über einen entspannten Alltag mit einem Baby oder Kleinkind lesen möchtest, empfehlen wir dir unser E-Book „Geborgenheit von Anfang an„.

 

Von Herzen

deine Damaris von FamiliePur

Liebe Grüße von

Damaris Schulz

damarisDamaris Schulz ist  Bloggerin auf www.familiepur.com  und Mutter von zwei Kindern.  Im Dezember 2016 hat sie mit ihrem Mann Ro den Kongress „glückliche Babys und Kleinkinder“ veranstaltet.

Wünschst du dir eine innige und vertrauensvolle Beziehung zu deinem Kind? Möchtest du im Familienalltag auch mehr Gelassenheit, Ruhe, Freude und Herzlichkeit erleben? Deine Kinder und ihr Aufwachsen bewusst erleben und die Zeit als Familie genießen?

Sowohl auf dem Blog als auch im Kongress geht es um die Themen, wie wir als Eltern unseren Kindern das geben können, was sie wirklich brauchen, unsere eigenen Bedürfnisse wahrnehmen können und das Familienleben friedlich gestalten.

 

kong

Das großartige Paket zum Kongress „Glückliche Babys und Kleinkinder“ mit all dem wundervollen Wissen findest Du hier.

 

 

 

Danke für diesen wunderbaren Artikel im Rahmen der Blogparade!

Blogparade

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