Unterwegs mit dem Wohnmobil – eine Reise im Äußeren und Inneren

„Dein Wunsch nach äußeren Reisen ist vielleicht die Sehnsucht nach inneren Reisen, die dir so erscheinen als seien sie ungreifbar.“

Irina Rauthmann

 Campingleben als Familie

Unterwegs mit Kindern im Reisemobil zu sein bedeutet maximale Familienzeit auf engstem Raum an den schönsten Orten der Welt. Es bedeutet aber für die meisten auch Einschränkung in Komfort und Platz und einer großen Portion an Spontanität. Mit dem Reisemobil steht man direkt am Strand, im Wald, am See, in den Bergen oder an anderen Plätzen unmittelbar im Grünen. Bei einer Städtereise wiederum mitten im Trubel einer Großstadt. Man spürt das Leben intensiver als in einem Hotel oder einer Ferienwohnung.

Wohnmobil-WendtViele Dinge des Alltags sind beim Camping aufwendiger und nehmen mehr Zeit in Anspruch. Wo kann man Wasser auffüllen bzw. Grau- und Schwarzwasser entleeren? Wo ist der nächste günstige Übernachtungsplatz? All diese Fragen geben uns wieder den Blick auf das Wesentliche und entschleunigen unseren oftmals hektischen Alltag. Das Campingleben reißt uns heraus aus dem gewohnten Umfeld, so dass jeder sich erst einmal an die neuen Abläufe gewöhnen muss. Dessen sollte man sich bewusst sein und es mit der ganzen Familie besprechen. Die Eltern entscheiden sich für eine Reise mit den Kindern und nicht andersherum – also müssen wir Erwachsenen uns auch darüber bewusst sein mehr Zeit unserer persönlichen Freiheit in den „Urlaubsalltag“ investieren zu müssen ohne darüber frustriert zu sein, dass die Planung von Stimmungsschwankungen der Familie oder den manchmal chaotischen Zuständen der örtlichen Gegebenheiten durcheinander gewirbelt wird. Wir tauschen Komfort gegen unerwartete Erlebnisse ein. Sicherheit gegen Abenteuer. Für die Kleinsten ist das gar kein Problem. Die Eltern kümmern sich wie daheim um die organisatorischen Dinge und nehmen sich darüber hinaus mehr Zeit für gemeinsame Unternehmungen. Teenagern fällt es schwerer ihren gewohnten Freundeskreis zu verlassen und plötzlich 100 Prozent Familienzeit mit Mama, Papa und möglicherweise den kleinen Geschwistern zu verbringen. Gerade bei längeren Reisen sollten ihre Bedürfnisse nach Unabhängigkeit und sozialen Kontakten berücksichtigt werden. Im Reisemobil ist ihr Bett als Privatbereich auch für die kleineren Geschwister tabu.

Die äußere Reise ist auch immer eine innere Reise – ist man dazu bereit, steht dem unvergesslichen Campingurlaub nichts mehr im Wege! Gerade das Reisen mit Kindern birgt immer wieder Überraschungen. Eine gute Vorbereitung, aber auch die Offenheit für eine überraschende Kursänderung, ist die Grundlage für einen gelungenen Urlaub, gerade wenn sich die Familie mit allen verschiedenen Vorstellungen und Charakteren aus dem gewohnten Umfeld für zwei oder mehr Wochen auf engstem Raum wiederfindet. Darf jeder seine Vorstellungen äußern und seine Ideen einbringen, wird das Abenteuer Wohnmobil zu einer unvergesslichen Reise!

So wie wir gespürt haben, dass wir unseren Besitz reduzieren möchten, haben wir auch unsere Reiseutensilien absolut minimiert. Da das Reisemobil nur stark begrenzten Platz bietet, kann automatisch nur eine minimale Ausstattung mitgenommen werden. Je mehr Dinge eingepackt werden, umso mehr Sachen müssen auch verwaltet und aufgeräumt werden. Aus eigener Erfahrung können wir als Tipp mitgeben: Nehmt so wenige Dinge mit wie möglich. Die Kinder spielen die meiste Zeit draußen in der Natur und nutzen die verschiedensten Naturstoffe. Außer etwas Sandspielzeug, dem Lieblingskuscheltier, ein paar Mini-Büchern, einem Schlechtwetter-Spiel und den persönlichen Wertgegenständen wird nichts weiter für die Unterhaltung benötigt.

Mehrmonatige Reisen

Der große Vorteil einer Reise mit dem mobilen Heim ist die Unabhängigkeit den Übernachtungsplatz frei wählen zu können, ohne Monate im Voraus Hotelzimmer oder Ferienwohnung buchen zu müssen. Hat man auf seiner Reise ein hübsches Plätzchen gefunden, wo man frei Campen darf, kann dort verweilt werden, bis man „alles“ gesehen hat. Anschließend geht die Entdeckungsreise weiter bis zum nächsten Ort.

Doch gerade für Teenager, die ihr bekanntes Umfeld und Freunde zurücklassen, ist diese Art der Reise oft mit Heimweh verbunden. Hier sollte man besondere Rücksicht auf die Bedürfnisse der „jungen Erwachsenen“ nehmen.

vw-camper-336606_640Alleinreisende, Paare oder Familien mit kleinen Kindern schätzen dagegen die Unabhängigkeit, müssen sich jedoch trotzdem an das „Unterwegssein“ und ständige Ortswechsel gewöhnen. Wer aber einmal losgezogen ist, wird wohl nie mehr davon lassen können.

Unterwegssein, nicht mehr Dingen hinterher hetzen, das Leben spüren, Zeit für die Familie haben. All das kann man ganz wunderbar auf einer Wohnmobilreise erleben. Doch eines ist uns ganz besonders wichtig geworden. Tony Robbins hat einmal gesagt: Dein Leben wird nicht von deinen Umständen geprägt – es wird durch deine Entscheidungen bestimmt. Oder ganz kurz: It’s not your conditions – it’s your decisions.

Frei als Familie leben, hat primär nichts mit einem Ortswechsel zu tun. Es kommt aus deinem Inneren, dort wo du gerade bist. Du kannst sofort damit anfangen!

Liebe Grüße von

Benjamin Wendt von familieaufkurs.de

 

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BenjaminWendt Der Autor Benjamin Wendt war mit seiner Frau und den 4 Kindern ein Jahr in Europa  auf Reisen in einem 3,5t Wohnmobil. Zur Zeit leben sie im Elsass in Frankreich.

Durch seine Erfahrung über das Reisen mit dem Wohnmobil als Familie hat er der umfangreichen Ratgeber: „Das Reisemobil ABC für Familien“ geschrieben.

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Danke für diesen wunderbaren Artikel im Rahmen der Blogparade!

 

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