Gleich und Gleich gesellt sich gern – und Gegensätze ziehen sich an.

 

Ja was denn nun?

 

Ich möchte die Tatsache, dass ich mich gerade aus einer eher gegensätzlichen aber langjährigen Beziehung gelöst habe, einmal zum Anlass nehmen, darüber nachzudenken, warum wir uns von bestimmten Menschen zwar angezogen fühlen und auch Beziehungen eingehen, aber diese uns eventuell nur zeitweise und mitunter nicht dauerhaft glücklich machen (können).

Im Umkehrschluss stelle ich mir die Frage, worin das Geheimnis der Anziehung zu Gleichgesinnten liegt, mit denen wir uns einfach wohl in unserer Haut fühlen (können). Dabei spreche ich nicht nur von Paarbeziehungen, sondern auch von Freundschaften.

 

Dazu zunächst einmal die Definition des „Gesetzes der Anziehung“:

 

Als Gesetz der Anziehung (englisch law of attraction), auch Resonanzgesetz oder Gesetz der Resonanz, wird in der Selbsthilfe- und Lebensberatungsliteratur die Annahme bezeichnet, dass Gleiches Gleiches anzieht. Diese Vorstellung bezieht sich speziell auf das Verhältnis zwischen der Gedanken- und Gefühlswelt einer Person und ihren äußeren Lebensbedingungen. Es wird von einer gesetzmäßigen Analogie zwischen Innen- und Außenwelt ausgegangen. Diese Analogie soll nutzbar gemacht werden, indem man durch eine Änderung der persönlichen Einstellung zu gegebenen äußeren Umständen eine analoge Änderung dieser Umstände im gewünschten Sinne herbeizuführen versucht.

Quelle Wikipedia.de Stand 23.4.2017

 

Was beeinflusst also unsere Beziehungen, die Wahl der Menschen, mit denen wir uns umgeben und mit denen wir Abschnitte unseres Lebens teilen?

Was ist es, das uns anzieht und den anderen interessant macht?

 

peacock-2210650_640Zunächst einmal glaube ich, dass das, was wir nicht kennen, uns interessiert. Da ist eine natürliche Neugierde, der Wunsch, etwas Neues zu erfahren, kennen zu lernen, für uns zu entdecken. Vielleicht sehen wir darin unbewusst die Chance, zu wachsen, uns weiter zu entwickeln und etwas für unser ganz persönliches Leben „mitzunehmen“. Wir lassen uns auf Menschen ein, die anders sind als wir selbst, die andere Meinungen und Ansichten vertreten, die wir nicht auf Anhieb verstehen können, die Fragen in uns aufwerfen und uns den Spiegel vorhalten, in dem wir uns Fragen der Selbsterkenntnis stellen dürfen.

Diese Menschen sind ein wertvolles Geschenk für uns und wir tun gut daran, sie in unser Leben zu lassen. Kaum etwas könnte uns näher zu uns selbst bringen als ein Mensch, der unsere Ansichten nicht teilt und uns dazu auffordert, uns selbst in Frage zu stellen.

Kaum etwas deshalb, weil es da noch die Menschen gibt, die uns ähneln, die wir laut o.g. Definition als „gleich“ bezeichnen würden.

 

Diese Menschen halten uns, wie jede Begegnung, ebenfalls den Spiegel vor. Sie zeigen uns jedoch nicht schmerzhaft auf, wo wir anders sind, Defizite haben, uns verändern müssten, um zu entsprechen, sondern spiegeln Teile von uns, die wir bisher nicht erkennen konnten, die aber essentiell in uns verankert sind und uns stärken. Das sind Menschen, die uns da abholen, wo wir uns wohl fühlen und uns als derjenige, der wir tief in unserem Innersten sind, annehmen.

 

Wir alle streben nach Bestätigung, Anerkennung und Harmonie. Umso verständlicher

ist es auch, dass Beziehungen zu Menschen, die uns zwar in unserem Kern treffen, diesen aber nicht anerkennen oder achten können, da sie von Grund auf verschieden sind, denken, handeln, leben usw., uns nicht erfüllen können. Immer werden wir im Zweifel darüber sein, ob wir wirklich gut sind, wie wir sind, uns permanent in der Auseinandersetzung mit unserem Selbst befinden und darüber nachdenken, was an uns anders sein müsste, um „gut zu sein“, für diesen Menschen wohlgemerkt. Das ist auf Dauer anstrengend und mitunter sogar zerstörerisch.

Ganz anders sieht es da in der Beziehung zu uns gleichgesinnten Menschen aus. Menschen, die uns daran erinnern, wer wir wirklich sind, wie liebenswert, einzigartig und wertvoll, einfach weil wir sind, wer wir sind. Plötzlich können wir unbeschwert authentisch sein, müssen uns nicht mehr verstellen, um zu entsprechen, dürfen in der Liebe zu jenen Teilen in uns aufgehen und sie selbst anerkennen und ausleben, die in anderen Begegnungen kritisiert oder als „falsch“ abgetan wurden.

notebook-2247351_640Wenn wir auf der Gefühlsebene Menschen begegnen, die uns ähnlich sind, haben wir die Chance, wahrhaftig Glück zu empfinden und dieses auch auszuleben. Das wiederum ist ein großartiges Geschenk, da es uns laut dem Gesetz der Anziehung andere Menschen bescheren wird, die ebenso zu uns passen und uns wiederum bereichern und mit ihrer Liebe beschenken könnten. Die Energien, die wir aussenden, werden zu uns zurückkehren und wir tun gut daran, diese Anziehung bewusst wahrzunehmen und uns darauf einzulassen,

 

Menschen kennen zu lernen, die uns emotional berühren. Menschen, zu denen wir unerklärlicherweise eine Verbindung spüren, die uns nah sind, die wir meinen, zu kennen, obwohl wir ihnen zum ersten Mal begegnen.

Diese Menschen geben uns die Chance, wirklich wir selbst zu sein und das zu werden, was wir sein könnten, wenn wir in Liebe zu uns wachsen.

Nehmen wir uns mehr Zeit für das, was wir sind und dadurch wiederum anziehen können. Zeit für jene Menschen in unserem Leben, die dieses bereichern und uns durch ihren Spiegel vervollkommnen können. Menschen, die uns runter ziehen, schwächen und in Frage stellen, können uns nicht zu unserer Mitte begleiten und erschweren unseren Weg.

Wenn wir uns für uns selbst entscheiden, wenn wir die Wahl treffen, authentisch und wahrhaftig sein und keine faulen Kompromisse mehr eingehen zu wollen, dürfen wir uns aus Beziehungen lösen, die uns zwar angezogen, uns aber das Gegenteil von dem gelehrt haben, was wir glaubten in ihnen finden zu können. Auch das ist wertvoll und auch diese Verbindungen darf und muss es in unserem Leben geben. Fakt bleibt aber, dass wir wahrhaftiges Glück und uns selbst nur in Beziehungen finden können, die uns durch die Begegnung mit dem Gleichen, an uns selbst erinnern und frei legen, was wir so lange gesucht haben:

Selbstliebe, Achtsamkeit und Anerkennung dessen, was wir sind.

Denn wir sind perfekt, genauso, wie wir sind, jeder einzelne von uns.

Alles Liebe, 

Deine Katharina Walter

 

17498574_1748539078493387_6849129386021580770_nDiesen Artikel hat Katharina Walter vom Blog MeinGeliebtesKind für Dich geschrieben, auf ihrer Seite kannst Du weitere Blogartikel von ihr lesen sowie auch ihr Coaching-Angebot finden. Sie ist ebenfalls Mama von drei wundervollen Kindern und hat im Frühjahr 2016 den erfolgreichen „Beziehung statt Erziehung“-Kongress veranstaltet, der gerade wiederholt wurde.

Hier findest Du mehr darüber www.beziehungstatterziehung.com.

Außerdem möchte ihr Dir ihren Family Campus sehr ans Herz legen, wenn Du Dich mit der Beziehung zu Dir selbst und Deinen Kindern näher beschäftigen möchtest, findest Du dort wertvolle Inspiration und Unterstützung.

Auf Facebook findest Du sie hier.

Danke für diesen wunderbaren Artikel im Rahmen der Blogparade!

 

 

Blogparade

1 Kommentar

  1. Christian Hahn

    Ja…unbedingt…spricht mich an…macht mich betroffen….lässt mich erkennen! Danke, Katharina!

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