Warum ich mit meinen Kindern Freilernen will

Mein Entschluss steht fest. Seit über vier Jahren beschäftigt mich das Thema Freilernen. Angefangen hat es als mein Sohn ein knappes Jahr alt war und eine Mutter in unserer Stillgruppe die Gründungsinitiative einer Waldorfschule vorstellte. Das war vor fast genau sechs Jahren.

Mir war aufgrund meiner eigenen durchwachsenen Erfahrungen in der Schulzeit klar, dass ich es mir für mein Kind „anders“ wünsche – besser. Damals fing meine „Idee“ an Form anzunehmen. Allerdings noch beschränkt auf alternative, offenere Schulkonzepte. Ich beschäftigte mich mit Waldorf- und Montessori-Kindergärten und Schulen und kam immer mehr in das reform- und dann auch in das antipädagogische Fahrwasser. Einiges kannte ich noch aus meinem Studium, anderes war mir neu und doch irgendwie vertraut. Denn in den antipädagogischen Auffassungen fand ich viele meiner Gedanken als Kind wieder:

„Warum dürfen das die Erwachsenen bestimmen, es geht doch um mich.“

„Fragt auch jemand, was ich will/ darüber denke?“

„Warum müssen 28 total unterschiedliche Kinder, mit unterschiedlichen Interessen, den halben bis ganzen Tag in einem kleinen Zimmer sitzen und einem Erwachsenen zuhören, der dann auch noch bewertet, wie gut oder schlecht man sich das Gesagte exakt gemerkt hat.“ Und so weiter.

Dann fanden J.T. Gatto’s und Andre Stern’s Bücher zu mir. Meine Sichtweise über normale Schulen wurde bestätigt und die Welt des Freilernens öffnete sich mir wie das Tor zu einer anderen  Welt. Einer Welt, von der ich schon als Kind geträumt hatte.

Was genau hat mich zu meinem Entschluss bewegt?

Es gibt zwei Gegebenheiten, die mich dazu bewegt haben, mich für das Freilernen mit meinen Kindern zu entscheiden. Sie passen für mich zusammen wie Yin und Yang. Deshalb möchte ich auf diese beiden näher eingehen.

  1. Das veraltete Schulsystem

Das deutsche Schulsystem wurde im alten Preußen zur Zeit der Industrialisierung geschaffen (grob runter gebrochen). Man brauchte Arbeiter, die Maschinen bedienen oder Papierkram verwalten und einfache bis mittelschwere Anweisungen befolgen konnten. Eigenständig denken war nicht nötig oder erwünscht.

Seit dem gab es zahllose Reformen, aber nur an der Oberfläche. Etwa genau so hilfreich wie eine plastische Nasenkorrektur bei einem Bandscheibenvorfall. Im tiefsten Inneren des Systems hat sich nichts geändert. Das Problem wurde nicht beseitigt. Kinder werden nach wie vor zu (nun aufgrund des technischen Fortschritts anspruchsvoller qualifizierten) Arbeitern und Konsumenten ausgebildet. Noch mehr Datenwissen, (am besten) noch weniger hinterfragen. Wer hat dazu schon Zeit zwischen Unterricht, Sportverein, Musikschule und Co.? Kinder werden auf Leistung und Konkurrenz getrimmt und dann wird sich bei Vorfällen gewundert „wie Kinder so grausam sein können“.

 

Alltagstaugliches Schulwissen?

KlassenzimmerIn den höheren Klassen wird viel Spezial-Wissen unterrichtet, dass im Alltag total wertlos ist. Oder hast du als Erwachsene*r im Alltag schon mal die Berechnung eines Fasskreisbogens oder den Gaußschen Integralsatz benötigt? In anderen Bereichen hingegen ist zu wenig Zeit für Detail-Wissen. Wäre es nicht besser, zu wissen warum irgendwo eine „Keilerei“ war, was die Ursache war und wie man das hätte verhindern oder was daraus lernen können, statt nur, dass es eine im Jahr 333 v.Chr. bei Issos gab?! Mehr bleibt nämlich davon nicht hängen. „Geschichte wird von den Siegern geschrieben“, heißt es. Wer hat im Unterricht schonmal mehr als die „offizielle“ (Kurz-) Version kennen und hinterfragen gelernt?

Wir stecken unsere Kinder in Zimmer mit anderen Kindern, egal ob sie sich mögen oder nicht. Mitbestimmen dürfen sie davon gar nichts. Nicht mit wem, womit, wie lange oder intensiv sie sich mit etwas beschäftigen wollen. Sie pauken ihr Wissen aus Büchern, um es bei der nächsten Klausur wieder auszukotzen und zu vergessen. Sich das Wissen draußen in der Realität anzueignen, selbst zu erfahren und zu begreifen, wird ihnen verwehrt. Es gibt viele Menschen im und außerhalb des Systems, die Kritik daran äußern, zum Beispiel Prof. Dr. Harald Lesch, Andre Stern, Dr. Gerald Hüther, Bertrand Stern, John Taylor Gatto und viele mehr. Ich bin also weder verrückt, noch alleine mit meinen Ansichten.

Keine Veränderung

Genauer betrachtet geht das Spiel bei den Erwachsenen ja auch genau so weiter, Arbeit, Fitness-Studio, Freizeitbeschäftigungen, Konsum. Eingeschnürt in das zeitliche Konzept einer Firma, meist ohne echtes Mitbestimmungsrecht oder der Möglichkeit seine Kollegen auszuwählen. Alles läuft mehr nach dem römischen Prinzip von“Brot und Spiele“. Echte soziale Interaktion fehlt, genau so wie Zeit und Möglichkeiten zur Ruhe zu kommen und sich damit zu beschäftigen, was man für sich, seine Kinder und Nachkommen vom Leben und auf dieser Welt will. Leider hat sich die Mentalität „Das ist halt so. Ich musste da auch durch. Warum sollte es dir besser gehen als mir.“ krankhaft in unserer Gesellschaft ausgebreitet. Was meinst du, könnte das auch mit am Schulsystem liegen?

 

  1. Die Natur (m)eines Kindes

Die zweite Gegebenheit, warum ich meine Kinder nicht in einer Schule „sehe“ liegt in ihrer persönlichen Natur.

Ja, meine Kinder sind irgendwie schon „speziell“, aber vielleicht sind sie auch einfach nur ganz normal. Aber ganz sicher sind sie nicht an die Anforderungen unserer modernen Leistungsgesellschaft angepasst. Oder sollte ich sagen sie wollen sich nicht anpassen? Früher wären sie nicht großartig aufgefallen. Damals als das Leben noch in Sippen und den Großteil des Tages draußen in der Natur statt fand. Als die Kinder einen sinnvollen Beitrag zum Familienleben leisten und in gemischt-altrigen Kindergruppen ihre Kräfte, Fähigkeiten und ihr Wissen erproben und erweitern konnten.

 

Autonom

Meine Kinder gelten heute als „autonom“ im Sinne Jesper Juuls. Sie lassen sich nicht gerne etwas erklären und zeigen, sondern wollen es selbst ausprobieren, nach ihren Vorstellungen. Regeln und Konventionen, die für sie keinen Sinn machen, werden wieder und wieder in Frage gestellt und ignoriert. Sie haben ihre eigenen Rhythmen und Zeiten, wann, wie lange und wie intensiv sie sich mit etwas beschäftigen wollen. Dafür ist ihnen wichtig nirgends „hin zu müssen“, sondern sich ihre Zeit selbst einteilen zu können. Was schwierig ist, wenn sie abends noch abenteuerlustig oder produktiv werden (wollen), aber eigentlich ins Bett müssen, weil wir morgens raus müssen. Vorgeschriebene, feste Termine sind oft Auslöser von Streit und Diskussionen.

Sie wollen gerne selbst die Welt entdecken und fragen, wie es dort aussieht und ob wir dort hinfahren können (das womit sie sich gerade beschäftigen z.B. das Meer, die Berge, Vulkane, etc.). Ein Video/Film oder Buch dazu anschauen/ lesen genügt ihnen nicht. Für mich schlimmer noch so gar, wird ihre Neugierde, Begeisterungsfähigkeit und ihr Wissensdurst dadurch oft gehemmt. Quasi abgespeist.

 

Hochsensibel

Beide Kinder sind – genauso wie ich – hochsensibel. Ständig Input rein zu bekommen, ohne die Möglichkeit sich abgrenzen oder zurückziehen zu können, ist für sie extrem belastend und anstrengend. Sie nehmen die Energien und Befindlichkeiten der anderen Menschen um sie herum auf und können (noch) nicht damit umgehen. Es ist ihnen alles schnell zu viel, zu laut, zu unruhig und so weiter. Solche Situationen, wie sie auch im Kindergarten und in der Schule Alltag sind, stellen für sie eine Dauerbelastung und Stress dar. Sich konzentrieren und Lerninhalte aufnehmen ist da nicht möglich. Das gilt eigentlich sogar für alle Menschen und wird inzwischen auch von wissenschaftlichen Studien belegt.

Im Grunde gilt das hier Geschriebene für (fast) alle Kinder.Ausblenden

Der hochsensible Teil betrifft nur etwa 20 Prozent der Kinder. Der Rest über Forscherdrang, Spieltrieb und Entdeckergeist gilt aber für alle Kinder. Jedes Kind würde, wenn es nicht schon früh beschränkt wurde und sich überangepasst hat, lieber die Welt hautnah selbst entdecken, statt vorgekäutes Wissen vorgesetzt zu bekommen, eingesperrt in einem tristen Raum und sich an einer Klingel zu orientieren, die einem anzeigt, wann man was zu tun hat.

 

Was hat noch Einfluss auf meine Entscheidung?

Über Schule habe ich ja schon einiges geschrieben. Ich halte das ganze Konkurrenz- und Leistungsdenken nicht für zukunftsfähig. Eigeninitiative, selbständig denken und handeln, zusammenarbeiten und Spaß haben an dem was man tut, wird in Zukunft noch viel mehr Gewicht haben.

Ich möchte meine Kinder nicht zu etwas zwingen müssen (ob nun in die Schule gehen, oder Hausaufgaben machen oder sonst was). Ich bin doch kein Vollstreckungsbeamter. Schon gar nicht, wenn ich selbst vom Nutzen nicht überzeugt bin und erst recht nicht, weil meine Kinder – so wie alle – ein Recht auf gewaltfreie Erziehung haben. Sie in die Schule und zum Hausaufgaben machen zu zwingen oder Druck dahin gehend auszuüben, in Form von Schimpfen oder Strafandrohungen, ist Gewalt. Dazu möchte ich mich nicht genötigt fühlen.

Menschen sind soziale Wesen, sie gehören in Sippen bzw. Clans. Die Menschen, mit denen ich meine Zeit verbringe und mein Leben teile, will ich mir aber selbst aussuchen. Ich wünsche mir dafür Gleichgesinnte, die sich verstehen und gerne gegenseitig unterstützen, statt Verwandtschaft die nur aus Pflichtgefühl hilft und dabei ständig kritisiert was man tut. Oder Bekannte mit denen man nicht offen und ehrlich reden kann, weil sie dann die Augen verdrehen, sich angegriffen fühlen oder dich für bescheuert halten.

Im Hamsterrad, gefangen in „leeren“ Tätigkeiten (arbeiten – Geld verdienen – konsumieren), ist kein oder kaum Platz für Sinn stiftendes oder Zeit für Bindungs- und Beziehungspflege, für eigene Interessen und Dinge, die einem Spaß machen, so oft und so lange man will. Man kann sich nicht aussuchen, mit wem man zusammen arbeitet.

Ich will mich weiterentwickeln, meinen Horizont erweitern, andere (kinderfreundlichere) Kulturen und Mentalitäten kennen lernen und mein Leben so gestalten, wie ich es mir für mich und meine Kinder vorstelle und wünsche. Nicht so, wie jemand vorschreibt, dass es richtig ist.

 

Was macht das mit mir als Mutter?

Der Alltag hier besteht aus putzen/ Haushalt, Kinderbetreuung, Arbeit und Terminen. Gesellschaftliche Konventionen und Fremdbestimmung engen uns noch weiter ein. Es bleibt nur sehr wenig Zeit für Entspannung, Hobbys/ Interessen, persönliche Weiterentwicklung oder schöne gemeinsame Zeit und Beziehungspflege. Die Gleichgesinnten verschwinden in der Masse der „Normalos“ und haben oft auch wenig Zeit, weil sie ebenfalls ihren Alltag „wuppen“ müssen und meistens nicht gerade ums Eck wohnen.

Auch auf die Verpflichtungen mit Haus und Garten kann ich gut verzichten. Ein Haus will sauber und in Ordnung gehalten werden. Je größer es ist, desto mehr Kram sammelt sich an, den man irgendwo unterbringen muss. Die ganze Zeit, die für Putzen, Aufräumen und Umsortieren drauf geht, kann ich auch sinnvoller nutzen. Es soll ja Leute geben, denen das Spaß macht, ich gehöre definitiv nicht dazu.

Hier habe ich das Gefühl die Kinder immer wieder in ihren Impulsen begrenzen zu müssen, weil so manches nicht erwünscht oder anders vorgeschrieben ist oder weil Termine und Verpflichtungen unsere Anwesenheit erfordern. Für mich ist das ein ständiger Drahtseilakt, den ich vollführen muss. Zwischen den verschiedenen Anforderungen auf der einen Seite und unseren Bedürfnissen auf der anderen Seite, hin und her zu balancieren, ist auf Dauer extrem auslaugend und erschöpfend. Es nimmt mir immer wieder – gefühlt – jede Spontanität und jeden Spaß am Leben.

Wenn wir dagegen unsere Zeit selbst gestalten und bestimmen können, wie in der Elternzeit oder den Sommerferien, dann löst und entspannt sich so vieles in unserem Familienleben und im Umgang miteinander. Jeder findet seinen Rhythmus. Wir können uns auch mal in Ruhe die Sterne und den Mond anschauen, weil wir nicht schon früh morgens raus müssen. Wir können tun was uns Spaß macht und uneingeschränkt unseren Interessen nachgehen.

Besonders der Sommer ist unsere Zeit. Wir mögen es schön warm, damit wir mit wenig Klamotten und ohne Schuhe unterwegs sein können. Kein nerviges, langes Einpacken in mehrere dicke Klamotten-Schichten. Die Kinder spielen unheimlich gerne mit Wasser, was auch nur wirklich angenehm bei warmem Wetter ist (und wenn mir niemand in den Ohren liegt, dass sich die Kinder doch verkühlen würden).

Wir stellen uns Pflanzen ins Haus, damit es angenehmer und gemütlicher wird. Warum ist das so? Vielleicht weil wir Menschen den größten Teil unserer Geschichte draußen in der Natur gelebt haben und das jetzt vermissen? Aber richtige Erholung finden wir nur, wenn wir wieder zurück gehen in die Natur und uns mit ihr (und unseren Wurzeln) verbinden. Auch bei Kindern merkt man ganz deutlich wie gut ihnen der Aufenthalt draußen in der Natur tut. Wie die Reizüberflutung und Unruhe nachlässt und Entspannung und innere Ruhe zurück kehren.

Sandfantasie

Kinder brauchen auch keine Kubikmeter an buntem, blinkendem, piepsendem Plastikspielzeug. Sie (er-) finden ihr eigenes Spielzeug, mit Steinen, Stöcken, Muscheln, Blättern, Seetang und was sie sonst noch finden. Sie finden wieder besser Zugang zu ihrer Kreativität und Fantasie, statt sich bespaßen und bespielen zu lassen oder nur in vorgefertigten Fantasiewelten festzuhängen, die eine Erweiterung oder Abänderung nur schwer zulassen. Es können sich andere Kindergruppen bilden, gemsichtaltrig und sympathieabhängig. Welches Schulkind spielt in der Pause schon mit Kindern, die 3-4 oder mehr Klassen unter oder über ihm sind?

Glaubst du, ich würde das alles zu rosa-rot sehen? Das denke ich nicht. Ich lasse mich nicht von hübschen Bildchen auf Facebook oder Instagram dazu verleiten, zu glauben, dass alles nur eitel Sonnenschein ist in der Freilerner-/ Digitalen Nomaden-Welt. Auch dort leben Familien Alltag, es wird geputzt, gekocht, gestritten, Dinge müssen organisiert werden und neben den Vollzeit betreuten Kindern müssen die Erwachsenen Zeit für ihre Arbeit finden, auch wenn sie tun was sie lieben. Denn auch unterwegs braucht man Geld um Rechnungen für alles mögliche bezahlen zu können. Aber das Ganze frei und selbstbestimmt gestalten zu können und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Familienmitglieder ist für mich ein so viel größerer Zugewinn, als die vermeintliche Sicherheit und Berechenbarkeit eines stationären Lebens hier in Deutschland.

Familien, die mir auf diesem Weg schon voraus gegangen sind, so wie Nils und Katharina mit ihren Kindern, bestätigen und ermutigen mich darin an meiner Überzeugung und meinem Weg festzuhalten.

Viel Zeit ist nicht mehr bis uns die Schulpflicht vollends einholt, also, wie man so schön sagt: „Stay tuned!“  😉

Wie ist das mit dir? Wie sehen deine Vorstellungen und Pläne aus? Ich würde mich über einen Kommentar und einen Einblick in dein Leben freuen!

Alles Liebe,

deine Jasmin von Mamaherz und Bauchgefühl

 

13147593_731567743612968_762831120132302717_oDiesen wunderbaren Artikel hat Jasmin Kreitmeier vom Blog Mamaherz und Bauchgefühl für Dich geschrieben. Unter www.mamaherzundbauchgefuehl.com kannst Du weitere Blogartikel von ihr lesen. Sie ist Zweifach-Mama, Sozialpädagogin, Stillberaterin und artgerecht Coach.
Als solche berät und begleitet sie Mütter bei Fragen und Problemen im bedürfnis- und bindungsorientierten Umgang mit ihren Kindern vom Baby- bis Kindergartenalter.

Danke für diesen wunderbaren Artikel im Rahmen der Blogparade!

 

Blogparade

 

 

7 Kommentare

  1. Eva Beatrice Foerster

    Danke für diesen wunderbaren Einblick in die komplexe Welt des Freilernens und freien Lebens, Jasmin! Schön, dass du auch bei der Blogparade dabei bist! Auch bei uns hochsensible Kinder- und eine hochsensible Mama😉! Wir haben schon in der Kleinkindzeit erfahren, dass die „normalen“, üblichen Fremdbetreuungskonzepte weder zu unseren hochsensiblen Kindern, noch zu unserem Lebensstil passen. Wir müssten uns zu sehr verbiegen, damit es passen würde! Mein Traum ist, dass unsere Kinder sich selbst aussuchen können, ob sie in die Schule gehen wollen oder nicht.

    Kanada ist da ein großes Vorbild in Sachen freies Lernen und Unterstützung von Seiten des Staates: Es gibt finanzielle und pädagogische Unterstützung für Freilerner-Familien, außerdem gibt es die Möglichkeit die Resourcen der Schulen mitzubenutzen. British Colombia scheint da der Vorreiter zu sein…

    Und ich finde es auch sehr wichtig, dass du ansprichst, was die Herausforderungen der Mutter/der Eltern sind. Es geht eben um ein möglichst selbstbestimmtes, bedürfnisorientiertes Leben für ALLE Familienmitglieder, nicht nur die Kinder!
    Danke für deine Inspirationen!
    Eva

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  2. Line Fuks

    Wunderbar! Ich freue mich um jede Familie, die ihren Weg findet und geht 🙂

    LG Die Line

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  3. Katja

    Danke für diesen tollen Artikel und die wertvollen Inspirationen darin. Ich würde mir für meine Kinder auch das Freilernen wünschen. LG Katja

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  4. Davina

    Ein wunderbarer Text, den ich auch meinem Mann vorlas. Wir finden uns sehr darin wieder und planen momentan zunächst während meiner Elternzeit mit unseren einjährigen Zwillingen auf Reisen zu gehen. Mit Glück wird diese Woche dafür ein gebrauchtes Wohnmobil angeschafft, um auch als digitale Nomaden zu starten. Vielleicht kann man sich ja unterwegs mal treffen um sich auszutauschen? 🙂
    Viele liebe Grüße von den Pfeifers 🙂

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  5. Claudia Pfeifer

    Liebe Jasmin,
    vielen Dank für diesen Artikel.
    Wir haben drei Kinder, zwei Mädels und in der Mitte einen Jungen.
    Paul ist 14 und ja hoch sensibel und kommt mit der Schulform hier nicht zurecht.
    Wir haben lange, zu lange gebraucht um das zu begreifen, auch er selbst.
    Wir wissen im Moment absolut nicht weiter.
    Das Jugendamt sagt das Kind muss doch zur Schule,
    wenn Sie das nicht schaffen muss er
    in die Psychiatrie.
    Verzweifelt ist der richtige Ausdruck, unser Kind
    muß nicht in die Psychiatrie, kann uns jemand sagen wie wir weiter vor gehen können?

    Danke

    Claudia

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    1. Nina

      Hallo Claudia, tut mir leid zu hören dass ihr in dieser Situation steckt. Am besten du wendest dich an den BVNL (Bundesverband Natürlich Lernen) dort findest du kompetente und erfahrene Ansprechpartner.

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  6. Margitta

    Wie wunderbar, daß immer mehr Menschen zu ihrer Eigenständigkeit finden, Eltern im „Zweifelsfall“ für das Kind „gehen“, in Respekt und Liebe – ich bin umerzogene Linkshänderin (hat natürlich sehr mit Schule zu tun gehabt und plagt mich gesundheitlich noch heute – bin 73) – ich brenne fürs Freilernen.

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