Warum es Sinn macht zu säen …

… auch wenn man die Ernte nicht sehen kann.

rankspalierWunderbar wonnig wohlig, angefüllt mit Freude, Bewegung, Sauerstoff und Tatendrang, so habe ich mich gefühlt, nachdem ich zwei Stunden im Garten gewerkelt habe. Ich habe Blumen gegossen, Blumensamen in Töpfen und Beetreihen „versteckt“ – all die Sorten, die ich so gerne mag: kleine und große Zinnien, Ringelblumen, Cosmea (ganz besonders) und Löwenmäulchen. Rund um die Rankgitter habe ich hochwachsende Kapuzinerkresse und duftende Wicken gesetzt, es wird herrlich sein, wie diese den Gemüsegarten einrahmen werden.

 

Zwei Reihen Radieschen habe ich gesät, neben dem Kompost auf einem besonders reichen Stück Erde ein Kürbisbeet angelegt und in einem alten Eierkarton mit Erde und einer Tüte ein Zucchini-Anzuchtbeet auf der Fensterbank kreiert – sie brauchen noch etwas Wärme.
Heute möchte ich gerne noch Karotten säen und weiter Kräuter setzen, noch ein paar Gießmulden um Rosen und Johannisbeerbüsche machen und wenn nicht Sonntag wäre würde ich auch den Rasenmäher herausholen.beet

blumentöpfeÜberall habe ich die Erde berührt, schön aufgelockert und dann wieder angedrückt, angegossen und ein Schildchen gesteckt, damit erkennbar ist, was wo sprießt in ein paar Wochen.

Die Wahrheit ist: ich werde nichts davon sehen – kein Sprießen, keine Blühen und kein Ernten. Und es macht mir nichts aus. Wir sind hier zu Gast in einem wunderbaren kleinen Haus mit großer Energie und ich bin zutiefst dankbar, dass ich hier im Garten werkeln und wirken darf. Die Besitzerin ist selbst gerade auf Reisen und zu wissen, dass sie sich über all das freuen wird, freut mich. Ich kann mir ganz genau vorstellen, wie der blumenumrankte Zaun dann im Juli aussehen wird und wie im August die Kürbisse und Zucchini sich ausbreiten und große dicke Früchte tragen werden.

garten ichDas Wissen darum, dass ich so etwas wunderbares gerade in die Welt gebracht habe umhüllt mich mit einem wohlig warmen Gefühl. Es wird Freude bringen, jemand wird ernten können, die Natur darf sich hier entfalten.

Aber bei genauerem Hinsehen ist das alles schon passiert. Die Natur hat sich bereits entfaltet, ich habe mich bereits erfreut und auch schon beim Anpflanzen geerntet. Diese Freude, in meinem Element zu sein, mit der Erde verbunden genau das auszudrücken und zu verwirklichen, was ich gerade möchte, das hat so viel in mir ausgelöst. Ich war wirklich glücklich nach diesen zwei „kleinen“ Stunden. Ich habe mich selbst gefühlt und genau das auf meine Weise zum Ausdruck gebracht. Der Kontakt zur Natur, zu Mutter Erde, zum Universum, die Verbundenheit all dessen, das habe ich so überdeutlimini gewächshausch gespürt dabei. Das Säen, Graben und Pflanzen und ich – wir waren eine Einheit. Ich habe darin genau das gefunden (oder zumindest eines der Dinge) die ich unbedingt machen will und die ich auf eine Art auch brauche.

Es war dabei wirklich unerheblich, ob ich die Früchte meiner Arbeit im wörtlichen Sinne ernten würde, ich habe ohne diese Absicht gehandelt und das war der große Kanal, der die Freude daran ermöglicht und verstärkt hat. Vielleicht wusste ich ein Stück weit, dass ich nur das „hier und jetzt“ – das Säen – habe und habe es deshalb so bewusst erlebt und genossen.

Im übertragenen Sinne ist das mit all unseren Projekten so! Was ist Dein „Garten“? In welchem Projekt gehst Du völlig selbstlos auf, entfaltest Dich, fühlst Dich und bleibst im Moment ohne Dich an den Zweck und das Ergebnis zu klammern?

Wenn wir genau hier und jetzt das tun, was uns auf allen Ebenen erfüllt, dann werden die Ergebnisse ohnehin folgen, wir können uns also einlassen, auf das beackern unserer jetzigen Themen, Dinge und Projekte – und sollten es auch. Wenn ich bereits beim Säen Erfüllung finde bin ich auf die Ernte auch gar nicht mehr angewiesen. Verstehst Du was ich meine?

nils und ich küche neumarktWir werden morgen weiterziehen und ich werde den Ort mit einem Lächeln in Erinnerung behalten als die wunderbaren Stunden, die wir hier verbracht haben. Mit Aufstellungsarbeit, mit Gesprächen, mit Kochen und Spaziergängen und als mein ganz besonderes Highlight eben das Gärtnern und die Dankbarkeit für die Gelegenheit.

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1 Kommentar

  1. hoverboard original

    Das ist ja mal ein informativer, sorgfältig mit Liebe zum Detail geschriebener Artikel. Vielen Dank! 🙂

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