Warum es wichtig ist, in seine eigene Motivation zu investieren

 

Kennst du das Gefühl, du sitzt am Schreibtisch, solltest etwas erledigen und jede einzelne Faser in dir sträubt sich dagegen? Du hast einen physischen Widerwillen und bist einfach nicht in der Lage deinen Laptop aufzuklappen? Und das obwohl es um ein Projekt geht, zu dem du aus vollem Herzen „Ja“ gerufen hast, das du unbedingt machen wolltest? Wie zum Geier kriege ich jetzt Motivation auf den Tisch?

Nichts scheint dir verlockender als jetzt einfach nichts zu tun, dich faul in die Sonne oder aufs Sofa zu legen und gleichzeitig beißt dich schon beim Gedanken daran das schlechte Gewissen?

Und wie ich das kenne! In so Momenten kämpft der „Vernünftige“ gegen mein Herz und ich stelle fest, egal für was ich mich gerade entscheide, da kommt nix Produktives bei raus und ich werde mich nicht gut mit fühlen: Wenn ich mich in die Sonne lege bleibt alles andere auch liegen und wenn ich mich an den Rechner quäle wird es maximal mittelmäßig werden. Warum? Weil ich nicht mit dem Herzen dabei bin und nicht aus mir selbst heraus und einem echten authentischen Impuls heraus etwas ausdrücke.

Was in diesem Dilemma kann ich also tun? Konkret in dieser Situation?

Frage dich nach deinen eigenen Bedürfnissen, kommuniziere mit deinem Herzen, was brauchst du gerade wirklich? Ist es Zeit für dich? Etwas lesen/einen Film schauen/ein gutes Gespräch/externe Inspiration/Bummeln gehen oder einfach ein bisschen gar nichts tun? super-1408490_1920

So oft überhören wir unsere eigenen Bedürfnisse und stufen sie als „wirklich nicht so wichtig“ ein. Wie auch könnte es wichtiger sein einen Schundfilm zu schauen, als am wichtigen Projekt zu arbeiten?

Ich verrate dir etwas: es funktioniert eine ganze Weile gut, das Wegschieben, zu sich selbst nicht so genau hinspüren, nur ein paar unserer Bedürfnisse zulassen und das „wirklich Wichtige“ in den Vordergrund zu stellen. Aber dann, irgendwann kommt unweigerlich der Moment, wo das andere – wahrscheinlich wenn wir es gerade am wenigsten gebrauchen können – aus uns herausbricht und seine Rechte einfordert.

Wenn ich mich zu lange nicht um mich selbst gekümmert habe und mich nicht nach meinen Bedürfnissen gefragt habe, dann kommt es mir manchmal vor, als wenn sie dann auf ihre Chance lauern, schon parat stehen und bei erstbester Gelegenheit ihren großen Auftritt inszenieren: wenn ich mir dann also „um zu arbeiten“ endlich mal einen größeren Freiraum geschaffen habe – dann, ja genau dann, ist meine Motivation und Inspiration plötzlich wie vom Erdboden verschluckt, dafür möchte ich dringend Kleinkram sortieren, Facebooknachrichten beantworten, ein neues Rezept ausprobieren oder jemanden anrufen. Kommt dir das auch bekannt vor?

Was stimmt da nicht? Warum funktioniere ich dann nicht, wenn jetzt diese kostbare Zeit schon mal da ist…. Soll das ein Hinweis darauf sein, dass das Projekt doch nicht so toll ist? Dass es doch nicht meins ist?

Nein, das einzige was hier wieder passiert ist, ist dass meine Erwartungen an mich selbst mal wieder ganz groß sind. Ich bewerte mich selbst und sehe nicht, dass die Bedürfnisse die ich habe genauso Teil des Teams sind. Ich habe die Beziehung zu mir selbst nicht gepflegt, das lässt sich nicht in fünf Minuten reparieren, Beziehungsarbeit benötigt Zeit und Raum.

Andere Frage: kennst du das Gefühl, du bist voll im Flow, schreibst schnell mal eben so etwas zusammen, schmunzelst hinterher, nickst dir selbst zu und bist selbst ganz erstaunt, dass das jetzt soo schnell geklappt hat, obwohl du es gar nicht vorhattest?
Die Produktivität dieser beiden Situationen unterscheidet sich um mehere hundert Prozent und eigentlich weißt du, WIE gut und schnell etwas klappen kann, wenn du voll da und dabei bist.

Aber wir übersehen dabei immer etwas: um aus diesem supervollen Mega Power Akku schöpfen zu können, muss er aufgeladen sein, bis obenhin.

road-1610959_1920Mein Akku funktioniert aber nicht nur mit Strom, meine ominöse Box braucht Inspiration, Herzensverbindung, Fliessen, Selbsterfahrung, Freiraum für Kreativität, Neugier, Zeit zum Kruschen und Ramschen, zum Blumen bestaunen und um dem Vogelgezwitscher zu lauschen und natürlich Zeit, um meine Beziehung zu mir selbst zu pflegen.

Und wenn ich mit all dem fertig bin, ja dann, DANN kann ich (mit dem Laptop) ganz schnell Bäume ausreißen!

Wir alle sind unterschiedlich, vielleicht weißt du schon, mit was du deinen Akku am besten fütterst, aber zumindest das haben wir gemeinsam: um kreativ, inspirierend, berührend, produktiv und schöpferisch arbeiten zu können, benötigen wir den vollen Kontakt zu unserem Herzen, wir müssen unsere Motivation füttern und ankurbeln und aus einem prall gefüllten Akku schöpfen können.
Auch wenn es jetzt also unsinnig erscheint erst einmal zu entspannen, zu werkeln, zu kruschteln oder zu schmökern wenn die Deadline ansteht, denk daran, erst tanken, dann rasen!

1 Kommentar

  1. Doris

    Danke 🙏

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